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Am 5. September 2010 erreichte den Tiersuchdienst Wesermarsch ein verzweifelter Anruf:

Das Ehepaar W. aus Schmalenfleth hatte sich am Vortag aus Bremen eine 11 Monate alte English Bulldog Hündin geholt: "Bloona" sollte ihr neues Familienmitglied werden. Doch bei der Ankunft im zukünftigen Zuhause sprang die nur 35 cm hohe Hündin plötzlich aus dem Auto, prallte mit dem Kinn auf den Boden, lief verschreckt davon - und verschwand unauffindbar in den Nachbargärten. Jeder Lockversuch blieb erfolglos: Schließlich hatte "Bloona" noch keine Möglichkeit gehabt, ihre neuen Menschen kennen zu lernen und ihnen zu vertrauen.

Zu zweit hielten dann am 5. September Heidi und Sonja vom Tiersuchdienst nach Versteckmöglichkeiten Ausschau, die einen verängstigten Hund anziehen könnten.

Auch während der folgenden Tage ging die Suche weiter, stundenlang bei kühlem und regnerischen Wetter: In zwei Nachbargärten war die Hündin gesehen worden!
Frau W. verteilte Suchplakate, der Tiersuchdienst holte sich hilfreiche Tipps von Herrn Kraft, dem Leiter des Nordenhamer Tierheims und Hundekenner.
Am 7. September ging die Suche bis nachts um 1 Uhr... Doch außer einer Erkältung brachte sie nichts ein, eine aufgestellte Falle blieb leer.

Laut Herrn Kraft war zu erwarten, dass die Hündin sich nicht sehr weit entfernen würde und eventuell bei einem nahe gelegenen Bauernhof  Unterschlupf suchen, weil es da trockene Plätzchen und mit etwas Glück auch etwas zu Fressen geben könnte. Er schlug eine "Pansenschleppe" vor, half mit seiner Ehefrau bei der Vorbereitung und stellte den Pansen zur Verfügung.

Am 8. September dann kam die Vorbesitzerin aus Bremen, zusammen ging man in strömendem Regen auf die Suche.
Leider vergeblich.
Auch in den nächsten Tagen blieb Bloona verschwunden, obwohl sich das Ehepaar W. und der Tiersuchdienst unermüdlich täglich ins schlechte Wetter stürzte, um sie wieder zu finden. Die Vermutung kam auf, dass sie vielleicht doch nicht mehr in der Nähe war, und ein Anruf am 12. September bestätigte das: Die Hündin war am Golzwarder Hundeplatz gesehen worden - seit dem 7. stromere sie da bereits herum - eine Falle wurde noch am selben Abend aufgestellt und präpariert.

Frau W. verteilte Suchplakate mit Bloonas Bild in größerem Umkreis, in der Hoffnung, jemand würde sie sehen und sich melden.
Es ist ohne Hinweise aus der Bevölkerung in derartigen Fällen so gut wie unmöglich, ein Tier wieder zu finden!

In der Nacht zu Montag hörte Heidi in der Nähe eines Hofes zwei Hunde bellen, es klang nach einem großen und einem kleineren Exemplar - da wusste sie aber noch nicht, dass nur der große dort wohnte. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei dem kleineren um Bloona gehandelt hat...
 

Am 13. September war alles unberührt, man musste davon ausgehen, Bloona ist weitergelaufen.

Nun hatte der Tiersuchdienst gemeinsam mit den verzweifelten Besitzern also Fallen aufgestellt, einige Tage und Nächte in Schmalenfleth und Golzwarden verbracht und eine Pansenschleppe gelegt.
Viele Suchplakate wurden verteilt, die Polizei war informiert worden, Herr Kraft vom  Tierheim Blexen stand mit Rat und Tat zur Verfügung und noch immer kein Erfolg.
Es war frustrierend!

Dann endlich, noch am 13. September: Ein Anruf von der Polizei - die Hündin war auf einer Weide gesehen worden zwischen einem Bauernhof und einem Autohaus!
 

Noch am selben Tag gelang es mit der Hilfe von einigen netten Menschen, die erschöpfte Hündin in eine Ecke zu dirigieren, Herr W. warf seine Jacke über sie und seine Frau sagte unter Tränen der Erleichterung: "Lass sie NIE wieder los!"


Endlich Zuhause
 

"Bloona" war nach ihrer Odyssee abgemagert und sehr geschwächt und ein Besuch beim Tierarzt war unerlässlich.

Die Vorbesitzerin hatte beim Verkauf des Hundes verschwiegen, dass die Hündin aus der Tschechei kommt und vorher namenlos in einem Verschlag gelebt hat.
Das war der Hauptgrund dafür, wieso sich das Einfangen so schwierig gestaltet hatte: Die Hündin war sehr scheu und durch ihre bisherigen Lebensumstände voller Misstrauen.

Dabei hatte sie noch Glück, dass ihre neue Familie, der Tiersuchdienst und Hinweise von Anwohnern sie schließlich entkräftet, aber wenigstens lebendig ins neue Zuhause zurückgebracht hatten: Dem Tiersuchdienst ist zu Ohren gekommen, dass ein ortsansässiger Landwirt bereits mit einem Gewehr im Auto unterwegs war, weil "Bloona" sich auf seinem Grund und Boden herumtrieb.

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