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Alles nicht so einfach...

Nicht selten erreichen uns Bitten, bei der Vermittlung von Haustieren behilflich zu sein.

Die Palette der Begründungen ist breit gefächert:

  • für ungewollten (!?) oder überraschend zahlreichen
    tierischen Nachwuchs wird nun händeringend ein
    Zuhause gesucht

  • ein Tierhalter ist verstorben und die Erben wollen alles - nur
    nicht das zurück gebliebene Haustier übernehmen

  • Hund oder Katze ist plötzlich im Weg, weil ein Baby kommt...

  • man zieht um und kann das Tier nicht mitnehmen (?!)

  • und und und...
     

Zu jedem einzelnen dieser Punkte könnten wir eine Menge sagen -
aber das ist jetzt nicht das Thema.

Eine Schicksalsentscheidung

Es bedeutet große Verantwortung, über das zukünftige Leben, das Wohl & Wehe eines Tieres zu entscheiden. Da genügt unseres Erachtens einfach nicht der gute Wille und Vertrauen in das Gute im Menschen.
Fröhlichen Gemütes zu sagen "Ach, wird schon gut gehen!" - dazu sind wir zum einen aufgrund unserer Lebenserfahrung und zum anderen durch die täglich neuen Erlebnisse mit Tieren, Findern und Haltern nicht mehr blauäugig genug.
Uns begegnen immer wieder Menschen, die sich selbst, ihre Kraft, Zeit, Geduld, ihre räumlichen und nicht zuletzt auch ihre finanziellen Möglichkeiten überschätzt haben. Langsam und zunächst unbemerkt wird der eigentlich geliebte Vierbeiner zu einer echten Belastung, die man nicht mehr tragen kann...

 

Das Tier leidet, der Mensch leidet - oft entwickelt sich solch eine Lebenssituation aus dem spontanen Entschluss, sich ein Haustier anzuschaffen.
Und aus einer Fehleinschätzung seiner persönlichen Grenzen.
Um derartige Katastrophen zu vermeiden, muss man sehr gründlich vielerlei bedenken - nicht zuletzt, dass ein Tier oft für 15 bis 20 Jahre zur Familie gehören wird. Und es muss ein Familienmitglied sein, mit allen Konsequenzen; auch dann, wenn es unbequem und teuer werden sollte - durch Krankheiten, Unfälle oder den Wechsel der eigenen Lebensumstände.


Es reicht nicht aus, Tiere faszinierend zu finden...
Katzen für ihren Eigensinn zu bewundern...
Hunde für ihre Aktivität und anhängliche Treue
zu lieben.

 

  • Sie sind sicher, dass die eigensinnige Katze
    nicht ihre Nerven und Geduld vollkommen
    überfordert mit der einen oder anderen
    unliebsamen
    Eigenart, die sie einfach
    nicht ablegen will?

  • Sie sind jemand, der seine Möbel, einen
    alleinigen Platz im Bett oder auf dem Sofa und
    ein weitestgehend haarloses Umfeld
    (Kleidung inklusive) nicht so wichtig nimmt?

  • Sie können geduldig zum hundertsten Mal eine
    (hoffentlich schon tote) unappetitliche Beute vom
    hellen Teppich entfernen, ebenso wie ausgewürgte
    Haare samt sonst-noch-was?

  • Sie können der Katze größtmögliche Freiheit bieten - eine Katzentür und ein einigermaßen ungefährdetes Draußen? Oder eine Wohnung, die groß und frei und abwechslungsreich ist, dass sie ein Katzenleben lang spannend bleibt - mit Ihnen als Pausenclown?

  • Sehen Sie sich in der Lage, für u.U. hoch ausfallende Arztrechnungen aufzukommen?

  • Sie können, wenn es nötig ist (z.B. Urlaubszeit), eine zuverlässige Betreuung organisieren - Zuhause, wo das Tier sich am wohlsten fühlt?

  • Sie sind sicher, dass Sie genügend Zeit für Ihren Hund aufbringen können? Und damit ist nicht nur die - wichtige - reine Anwesenheit gemeint:

  • Zeit für gemeinsame Spaziergänge (bei jedem Wetter...)

  • Zeit zum Spielen & Toben, Zeit für soziale Kontakte zu anderen Hunden (Hundeverein o.ä.).

  • Sie können lässig einen schmutzigen, tropfenden Hund nach einem Marsch im Regen durch Ihr Haus stapfen sehen?

  • Sie sind sicher, dass Ihr persönlicher Lebensstil - Arbeitszeiten, Hobbys, familiäre Verpflichtungen, Reisen, ihre Wohnsituation - zu den Bedürfnissen eines Hundes passt?

  • Sie haben sich ausreichend mit dem Wesen und Verhalten von Hunden befasst, durch Bücher, Filme, in Gesprächen mit anderen Hundehaltern?

  • Sie kennen die Gesetze für Hundehaltung: Steuerpflicht, Haftpflicht, die geltenden Regeln für Kennzeichnung und Registrierung?

Nur, wenn man ehrlichen Herzens sagen kann "Ich weiß das alles und noch mehr - und ich will
und kann das leisten", sollte man sich ein Tier ins Haus holen.

 

Und dabei haben wir nur einen Bruchteil der Voraussetzungen gestreift, die für ein entspanntes, glückliches Leben mit Tieren erfüllt sein sollten.

 

Jedes Tier, das der Mensch in sein Leben holt, hat Anspruch auf Sicherheit und Zufriedenheit.

Und jetzt die entscheidende Frage:
Wie sollen wir die Gegebenheiten ernsthaft beurteilen?
Woher die Zeit nehmen, unbedingt notwendige, intensive Gespräche zu führen und Besuche zu machen bei alten und eventuell zukünftigen Haltern?
Wie sollen wir ruhigen Gewissens ein Tier in ein neues Leben vermitteln, wenn wir nicht ganz sicher sein können, die neuen Menschen wissen, worauf sie sich einlassen und bringen 100%ige Zuverlässigkeit mit?
Andere Organisationen, große und kleine Vereine, haben sich dieser schwierigen Aufgabe gewidmet; immer wieder stößt deren Arbeit dabei an ihre Grenzen: Die Zahl der ausgesetzten und zu Notfällen werdenden Tiere spricht für sich.

Verantwortung

Thema: Fundtiere & Vermittlung

 

Gelegentlich meldet sich ein Anrufer, der unter den abgebildeten Fundtiere eines gefunden hat, das ihm besonders gefällt.
Er kennt es nicht, auch nicht den Besitzer und er selbst ist auch nicht der Halter, nein, nein: aber er würd' es gerne werden!

                                                                        

"Also, diesen schwarzen, ausgesetzten Kater da, den nehme ich Ihnen ab. Den hätte ich gern, der hätte bei mir ein schönes Zuhause."
 

Und da müssen wir dann erst mal erklären, dass

  1. wir gar nicht wissen, ob das Tier tatsächlich ausgesetzt oder aus anderen (bislang unbekannten) Gründen zum "Fundtier" wurde

  2. wir für die gemeldeten Hunde, Katzen, Kaninchen etc. das eigentliche Zuhause und die rechtmäßigen Besitzer suchen - nicht ein neues Zuhause

  3. es ein geltendes Gesetz gibt, nach dem Halter ihr Tier in jedem Fall zurückbekommen müssen - zumindest 6 Monate nach der Fundmeldung haben sie einen Rechtsanspruch darauf
    weshalb es keinesfalls

  4. eine endgültige Weitergabe in den Besitz einer anderen Person geben kann und darf  

            

Natürlich ist es ein Segen für jedes Fundtier, wenn es nicht in ein Tierheim muss; wie gut geführt ein solches Heim auch immer sein mag, bedeutet es enormen Stress für beinahe alle Vierbeiner, mit vielen anderen Tieren auf meist zu engem Raum, unter lauter fremden Menschen, mit zu wenig Zuwendung und zu viel Publikumsverkehr untergebracht zu sein.
Und wir sind dankbar für jeden Finder, der es einem gemeldeten Fundtier ermöglicht, bei ihm unterzukommen - bis der rechtmäßige Halter gefunden ist.
Sollte dies innerhalb der gesetzlich festgelegten Frist nicht gelingen, ist es z.B. möglich, das Tier an Ort und Stelle zu belassen, wenn der Finder das gern möchte oder auch, es an einen neuen Halter zu geben.
Der sich verpflichtet, das Tier (falls noch nicht geschehen) zu kastrieren (bei Katzen und Katern), zu kennzeichnen und zu registrieren.


 

Der Tiersuchdienst kann  nicht und folgerichtig wird  er auch nicht eine verantwortungsvolle Vermittlung von Haustieren leisten - das geht weder zeitlich noch personell.
Nach den vorangegangenen Erläuterungen können Sie das vielleicht ein wenig besser verstehen.
Zumindest nachvollziehen.

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