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                                                                   Warum Kastration auch für freilaufende Katzen und
                                                                   Kater wichtig und ohne Alternative ist:

 

                                                                          Abgesehen von der explosionsartigen Vermehrung
                                                                      und dadurch oft Verelendung unkastrierter Katzen mit
                                                                   Freigang, verkürzt man auch ihre Lebenserwartung
                                                                   drastisch. 

Es drohen ihnen so viele Gefahren: Auf der rastlosen, hormongesteuerten Suche nach einem Geschlechtspartner entfernen sich viele Katzen und Kater sehr weit von Zuhause.
Dabei dringen sie nicht nur in die Reviere anderer Katzen ein, die dies oft nicht kampflos hinnehmen (Verletzungsgefahr!), sie müssen auch viele Straßen überqueren und sind in dieser Zeit der Rolligkeit extrem unvorsichtig.
Die meisten überfahrenen Katzen werden deshalb gerade während dieser Zeit aufgefunden.

Als Ergebnis erbitterter Katerkämpfe tragen die Tiere (häufig auch tödliche) Infektionen davon:
 

  • FIV (Katzen-Aids) oder FeLV (Feline Leukämie, auch Leukose genannt)

  • Es kommt nicht selten zu schweren, bisweilen sogar tödlich verlaufenden (Biss)Verletzungen

  • Weibliche Tiere können sich während des Deckakts durch den Nackenbiss des Katers z.B. mit FIV infizieren
     

Wird eine Katze im Verlauf ihrer normalerweise etwa 6-8tägigen Rolligkeit von mehreren Katern gedeckt - was nicht selten geschieht und für die oft bunt gemixten Ergebnisse eines Wurfes verantwortlich ist - , potenziert sich das Infektionsrisiko.
 

Die Lebenserwartung einer kastrierten Katze ist höher als die eines unkastrierten Artgenossen - zum Vergleich:

kastriert -16 bis 20 Jahre

nicht kastriert - 2 bis 8 Jahre

Die Katze unterscheidet sich in diesem Punkt ganz wesentlich
von weiblichen Hunden:

Wird eine Hündin während ihrer Läufigkeit nicht gedeckt, klingt die
Läufigkeit allmählich ab und alles beruhigt sich wieder - auch die Hündin.

 

Bei Katzen läuft das anders, denn dort ist das Einkehren von Ruhe im Hormonhaushalt unbedingt von einem Deckakt abhängig - der notwendige Eisprung erfolgt bei ihr nämlich nicht zyklisch und in regelmäßigen Abständen, sondern einzig durch den Deckakt.
Wird also die Katze in mehreren aufeinanderfolgenden Rolligkeiten gar nicht gedeckt, entsteht eine Dauerrolligkeit.

Findet kein Deckakt statt, kommt es also nicht zum Eisprung - die Follikel mit den befruchtungsfähigen Eiern bilden sich am Eierstock zurück, aber der hohe Spiegel weiblicher Sexualhormone fällt nicht ab....die Katze wird nach einigen Wochen erneut paarungsbereit. 

 

Bleiben der Deckakt und somit auch der Eisprung weiterhin aus, verkürzen sich die Abstände zwischen den Rolligkeiten zunehmend, bis die Katze zwischen den einzelnen Rolligkeiten keine Ruhepause mehr hat.
Sie ist dann dauerrollig, und als Folge entstehen z.B. Eierstockszysten, die zum Teil die Größe eines Golfballes erreichen - der Eierstock selbst ist nur etwa erbsengroß.

Dass so ein Zustand auch Verhaltensveränderungen zur Folge hat, weil die Katze in einen vollkommen unnatürlichen, krank und nahezu verrückt machenden Kreislauf gerät, dass kann sich jeder selbst denken.


Es gibt für die Katze kein Entrinnen aus diesem Elend, das wir als Halter verschuldet haben. Und womöglich ärgern wir uns über ihre aus innerer Not entstandenen Unarten und setzen sie mit unserem Ärger einem zusätzlichen Stress aus.
Nicht selten kommt es auch zu plötzlichen Unstimmigkeiten in einem bis dahin friedlichen Mehrkatzen-Haushalt, sehr häufig wird als Folge dieser durch die Hormonüberschüttung verursachten Unruhe mindestens eine der Katzen unsauber.  

Also - nicht auf die Idee kommen, man könne sich die Kröten sparen für eine Kastration,
wenn man seine Katze im Haus behält, das ist ein unverantwortliches,
tierquälerisches Verhalten aus purem Geiz!!

Tierliebe geht anders.

Bei Katern in Wohnungshaltung sind die Menschen eher bereit, ihn zu kastrieren - weil er mit der Geschlechtsreife durch das Markieren ein höchst anrüchiger Mitbewohner wird.

Unkastrierte weibliche Wohnungskatzen werden stattdessen häufig 'unsauber' - aber oft wird dies nicht als Folge ihrer hormonellen Not wahrgenomen.
Die gestressten Tiere setzen an den unterschiedlichsten Stellen der Wohnung Harn ab - z.B. auf dem Bett, dem Sofa, den Teppichen.

Heutzutage können Katzen durchaus schon im Alter von 5 Monaten ihre erste Rolligkeit erleben,
sogar früher,
im Allgemeinen ist eine Körpermasse von etwa 2,5 kg notwendig.

Zur Erklärung:
Rollige Katzen sind grundsätzlich einer großen hormonellen Belastung ausgesetzt. Ausschließlich durch eine erfolgende Befruchtung oder eben durch eine Kastration kann dies beendet werden.

 

Diejenigen, die jetzt schreien "Ja so ist das eben in der Natur!" seien noch mal erinnert:
Wir sprechen hier ganz spezifisch über die Situation von unkastrierten Katzen in Wohnungshaltung - daran ist nun wirklich GAR NICHTS natürliches... sind wir uns da einig? Gut.

Wird die Katze ausschließlich in der Wohnung gehalten und also nicht gedeckt, kommt es regelrecht zu einer hormonellen Vergiftung des Tieres, nämlich der Dauerrolligkeit.
Dabei handelt es sich um einen hochgradig unruhigen, durch dauernde Hormonausschüttung verursachten Zustand, der u.U. bis zu mehreren Monaten andauern kann oder letztlich lebenslang.
In der Folge kommt es unweigerlich zu schweren
Verhaltensstörungen und krankhaften Veränderungen
an ihrer Gebärmutter und den Eierstöcken.

Das muss man wissen!

Kaum ein Thema wird so erbittert und kontrovers diskutiert

wie die Kastration bei Katzen.

Kurioserweise finden es mittlerweile viele Menschen im Gegensatz dazu völlig normal, einen HUND zu kastrieren, in völliger Unkenntnis der möglichen Folgen für diese Tiere... und dabei hat man bei einem Hund nun wirklich die Kontrolle über seine Vermehrungsanwandlungen...

Im Gegensatz zu Katzen. 
 

Zum Schaden der Tiere wird diese Diskussion sehr emotional und nicht selten unberührt von jeglichem Fachwissen geführt. Die Verunsicherung und Verwirrung ist groß - und leider sind selbst viele Tierärzte nicht auf dem aktuellen Stand der Forschung.
 

Hartnäckig halten sich zwei Märchen, nämlich:

  • eine Katze muss einmal Junge gehabt haben, bevor sie kastriert werden darf

  • Katzen müssen sich „ausleben" und Kater ihren „Spaß" haben    

 

Vermenschlichender Unsinn!
 

Eine Paarung ist keine romantische Angelegenheit, das hat nichts mit Händchenhalten und großen Gefühlen zu tun - das ist lediglich ein Trieb!
Gesteuert von Hormonen... von nichts anderem... Katzen haben kein Kopfkino, das sie antreibt und es jodelt auch nicht ständig unterm Dirndl... um Himmels Willen. 

 

Der Kater drückt die Katze zu Boden, packt ihren Nacken mit seinen Zähnen und begattet sie für ca. 10 Sekunden. Sein Penis ist mit Widerhaken ausgestattet, die beim Zurückziehen einen intensiven, krampfartigen Schmerz bei der weiblichen Katze verursachen - dies ist der Auslöser für den Eisprung.
Aufgrund dieses Schmerzes, der die Katze laut aufschreien lässt, wird der Kater nach der Paarung von ihr gekratzt und gebissen.
Der Vorgang wiederholt sich meistens kurz darauf, nicht zwangsläufig mit demselben Kater, da eine Katze - wie erwähnt - in der Rolligkeit von mehreren Katern gedeckt werden kann.

Es gibt immer wieder Leute, die sagen,
ihre Katze solle Junge bekommen,
damit sie selbst oder ihre Kinder
einmal das „Wunder der Geburt"
miterleben.

 

Meiner Meinung nach bringt man
den Kindern damit statt Achtung vor der
Schöpfung eher Verantwortungslosigkeit

bei - es sei denn, man behält dann auch alle
Jungtiere, weil man niemals für alle ein wirklich
gutes Zuhause finden wird.

 

Wenn Sie Ihnen das "Wunder der Geburt" nahe bringen wollen,
fragen Sie doch einfach einen Züchter, gehen Sie zum nächsten seriösen Hunde-, Katzen-, Pferdezüchter oder fragen Sie im Zoo nach....... verantwortungsvollere Möglichkeiten, als selbst einer der wilden Vermehrer zu werden, von denen es mehr als genug gibt, finden sich immer, wenn man danach sucht.


Ich hoffe, ich habe das Thema erschöpfend zusammengefasst. 
 

Ich zumindest fühle mich erschöpft - vor allem, weil es immer und immer wieder auf den Tisch kommt und die Unwissenheit und Ignoranz vieler Zeitgenossen mich regelmäßig fassungslos zurücklässt.
 

Es grüßt
Silvia vom Tiersuchdienst

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